Hilfsaufruf für die
Gemeinde ohne Dach
Ihr erinnert Euch sicher, dass wir in den
letzten beiden Rundbriefen einen Hilfsaufruf gemacht haben für das Errichten
eines Dachs, das etwa $ 8.000 kosten soll. Bisher hat eine Schwester 1.500
Euros gespendet, und einige Leute auf Facebook haben Zusagen in Höhe von $ 300
gemacht. Wir sind also noch weit vom Ziel entfernt, bevor im April die
Regenzeit beginnt. Ich weiss, dass Menschen lieber geben, wenn es um Kinder
oder die Armen geht, und das verstehe ich auch, aber ich möchte deutliche
machen, dass die Gemeinde nicht nur für zwei Gottesdienste in der Woche benutzt
werden soll, sondern auch für verschiedene andere Zwecke. Wir erreichen die
Armen. Menschen sind zu uns gekommen, wenn sie nichts zu essen haben, oder wenn
sie krank sind und sich die Medizin nicht leisten können. Sie kommen zu uns,
wenn sie für ihre Kinder oder für sich selbst keine Kleidung kaufen können,
oder das Schulgeld für die kinder fehlt. Sie kommen zu uns, wenn sie kein Geld
für ihre Hochzeit haben. Sie kommen zu uns, wenn mitten in der Nacht ihre
minderjährige
Tochter ihr Baby erwartet. Und so liesse sich vieles mehr aufzählen.
Tochter ihr Baby erwartet. Und so liesse sich vieles mehr aufzählen.
Die neue Konstruktion (ich scheue mich sie
“Gebäude” zu nennen, weil es eine
Konstruktion aus Trägern und Wellblech sein wird) für Frauen-, Männer- und
Jugendlichentreffen und sogar für eine Musikschule. In der Zukunft soll es auch
für medizinische und zahnmedizinische Einsätze benutzt werden. Unsere Gemeinde
ist auf über 50 angewachsen, und wir sind doch sehr beengt in dem Raum, in dem
20 gut Platz haben. Ich möchte Euch eine Idee geben, wie das Leben hier in
Guatemala aussieht und bitte um Entschuldigung, wenn es etwas länger wird. Abe
es ist wichtig, damit Ihr verstehen könnt, warum wir dringend mehr Platz
brauchen.
In Guatemala leben 75% der Bevölkerung
unter der Armutsgrenze, wobei Kinder von Minderheiten besonders stark betroffen
sind. Gesundheitsprobleme, Mangelernährung und die Notwendigkeit arbeiten zu
müssen, was zum Nachteil ihrer Schulbildung ist. 2009 litt die Hälfte aller
Kinder an chronischer Mangelernährung, unter Kindern von Indigenas ist dieser
Prozentsatz noch höher. Und da hinein kommt dann Gott durch UNS und durch EUCH!
Recht
auf Gesundheit
Guatemala hat nicht genügend Mittel, um die
Gesundheitsbedürftnisse der gesamten Bevölkerung zu decken. Tatsache ist, dass
viele Menschen an einfachen Krankheiten sterben, weil sie sich die Medizin
nicht leisten können. Vor drei Wochen fuhr ich um 11 Uhr nachts einen Mann mit
seinem kranken Baby zur Notaufnahme ins Krankenhaus. Bis 3 Uhr morgens war das
Baby immer noch nicht untersucht worden, und so gingen sie dann wieder nach
Hause. Das war die Notaufnahme! Am nächsten Morgen habe ich ihm dann Geld
gegeben, damit er in einer Apotheke Medikamente kaufen konnte. Die Situation
ist zum Verzweifeln, denn die nationalen Krankenhäuser haben keine Medikamente.
Soll jemand operiert werden, muss er alle nötigen “Zutaten” selber kaufen und
mitbringen. Dialysepatienten werden zum Sterben nach Hause geschickt.
Ich danke Gott für unsere Unterstützer,
denn wann immer wir einen Hilfsaufruf gemacht haben, ward Ihr grosszügig und
habt die Not gedeckt. Pastor Juan Carlos und ich mit unseren
Krankenhausaufenthalten sind Beispiele für Eure Grosszügigkeit.
Kinderarbeit
Mehr als 20% der guatemaltekischen Kinder
sind gezwungen zu arbeiten, um mit dem Familieneinkommen zu helfen. Die
Situation ist eine der schlimmsten in Lateinamerika. Arbeitgeber nutzen die Not
von Jugendlichen und Kindern aus und lassen sie gefährliche Arbeiten machen.
Kinder arbeiten in verschiedenen Sektoren: Schuhputzer, Nachtschichten in
Fabriken, Autowaschen, Strassenverkäufer, beim Hausbau, Haushilfen oder auch
Müllabfuhr mit blossen Händen. Sie werden gnadenlos ausgebeutet mit harten und
manchmal gefährlichen Situationen. Und die Auswirkungen sind schwerwiegend: sie
leiden gesundheitlich, und sie bekommen keine normale Schulausbildung.
Ausbeutung
von und Gewalt gegen Kinder
In Guatemala findet man viel illegalen und
gefährlichen Handel, und Kinder sind die ersten Opfer von Menschen, die sie
skrupellos ausnutzen. Wie in vielen Ländern führt Armut zu Dingen wie:
Drogenhandel, Prostitution, Pornography, Kinderhandel, Organhandel und illegale
Adoption. Auf den Strassen sind Kinder Gewalt und Unsicherheit ausgesetzt; sie
sind das Ziel und auch das Mittel für Händler. Die herrschende Gewalt und
Gesetzlosigkeit führen dazu, dass nicht viel geschieht, um diese Situation zu
ändern.
Junge Mädchen sind die Hauptopfer dieser
Kriminellen. Sie werden schwer missbraucht und zeigen Anzeichen von Folter und
sexuellem Missbrauch. Gewalt ist sehr zerstörerisch in Guatemala, und sie
betrifft viele Kinder.
Auf den Strassen verursacht sie ein Klima
von Unsicherheit und Gefahr. Die Mordrate von Kindern ist alarmierend, und die
Täter bleiben oft unbestraft (98% der Fälle). Der Schutz der Kinder, der laut
der Internationalen Konvention der Rechte von Kindern (UNCRC) garantiert ist,
wird nicht ordnungsgemäss sichergestellt. Und so riskieren guatemaltekische
Kinder ständig ihr Leben und erleiden oft exteme und grausame Gewalt.
Darüber hinaus findet man Gewalt auch in
Familien und in den Schulen. Viele Kinder werden missbraucht und bleiben auf
sich alleine gestellt, ohne einen sicheren Ort, wo sie bleiben können. Und
weder die Familie noch die Schule holt sie dort heraus. So landen sie auf der
Strasse und schliessen sich am Ende Banden an.
Banden
in Guatemala
Kriminelle Organisationen in Guatemala sind
mit die best organisierten und gefährlichsten in Mittelamerika. Einige gehen
schon Jahrzehnte zurück. Zu ihnen gehören ehemalige Angehörige des Militärs,
der Nachrichtendienste und aktive Mitglieder der Polizei. Der Transport von
illegalen Drogen nach Norden ist ihre Hauptaktivität, aber die organisierte
Kriminalität umfasst auch den Anbau von Marihuana und Mohn, Menschenhandel,
Entführungen, Erpressung, Geldwäsche, Waffenschmuggel, Adoptionsringe und
andere illegale Unterfangen. Sie arbeiten oftmals mit Gruppen aus Mexiko,
Kolumbien und anderen mittelamerikanischen Ländern zusammen.
Wir Ihr sehen könnt, können wir nicht ganz
Guatemala retten, aber mit Eurer Hilfe können wir unseren kleinen Beitrag
leisten. Ihr helft uns nun bereits seit 23 Jahren, in denen Ihr beim Wachstum
von zwei Gemeinden geholfen habt. Wir hoffen, dass Ihr uns auch jetzt mit
dieser Gemeinde helfen werdet. Wir bitten Euch so vie les eben geht zu helfen,
damit die Konstruktion erstellt werden kann. Wir bitten Euch auch dieses Mal
grosszügig zu geben, damit wir Menschen hier in Guatemala helfen können.
Überweist Eure Spende bitte auf nachstehendes Konto, Vermerk J. Mills (14)
Dach.
Unsere eigene, persönliche Unterstützung
ist in den letzten drei Jahren aufgrund von Unterstützungsrückgang und
sinkender Wechselkursrate um 50% zurückgegangen. Wenn Du uns persönlich
unterstützen oder Deine bisherige Unterstützung anpassen/erhöhen möchtest, dann
nutze doch bitte nachstehendes Konto, Vermerk: J. Mills (14)
Vielen Dank und Gottes reichen Segen für
jeden von Euch.
Gebet
Finanzen für das Gemeindegebäude
Unsere Gesundheit, Sicherheit und
persönliche Finanzen
Jeff & Christa Mills
Globe
Mission Missionare
Spenden an: Globe Mission
Evangelische
Kreditgenossenschaft
e.G. Kassel
BLZ: 52060410. Konto:
4002253
IBAN:
DE20520604100004002253
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Vermerk
J.Mills (14)
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Guter
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