Thursday, 23 February 2017

Rundbrief Februar 2017

 Hilfsaufruf für die Gemeinde ohne Dach

Ihr erinnert Euch sicher, dass wir in den letzten beiden Rundbriefen einen Hilfsaufruf gemacht haben für das Errichten eines Dachs, das etwa $ 8.000 kosten soll. Bisher hat eine Schwester 1.500 Euros gespendet, und einige Leute auf Facebook haben Zusagen in Höhe von $ 300 gemacht. Wir sind also noch weit vom Ziel entfernt, bevor im April die Regenzeit beginnt. Ich weiss, dass Menschen lieber geben, wenn es um Kinder oder die Armen geht, und das verstehe ich auch, aber ich möchte deutliche machen, dass die Gemeinde nicht nur für zwei Gottesdienste in der Woche benutzt werden soll, sondern auch für verschiedene andere Zwecke. Wir erreichen die Armen. Menschen sind zu uns gekommen, wenn sie nichts zu essen haben, oder wenn sie krank sind und sich die Medizin nicht leisten können. Sie kommen zu uns, wenn sie für ihre Kinder oder für sich selbst keine Kleidung kaufen können, oder das Schulgeld für die kinder fehlt. Sie kommen zu uns, wenn sie kein Geld für ihre Hochzeit haben. Sie kommen zu uns, wenn mitten in der Nacht ihre minderjährige
Tochter ihr Baby erwartet. Und so liesse sich vieles mehr aufzählen.


Die neue Konstruktion (ich scheue mich sie “Gebäude” zu  nennen, weil es eine Konstruktion aus Trägern und Wellblech sein wird) für Frauen-, Männer- und Jugendlichentreffen und sogar für eine Musikschule. In der Zukunft soll es auch für medizinische und zahnmedizinische Einsätze benutzt werden. Unsere Gemeinde ist auf über 50 angewachsen, und wir sind doch sehr beengt in dem Raum, in dem 20 gut Platz haben. Ich möchte Euch eine Idee geben, wie das Leben hier in Guatemala aussieht und bitte um Entschuldigung, wenn es etwas länger wird. Abe es ist wichtig, damit Ihr verstehen könnt, warum wir dringend mehr Platz brauchen.

In Guatemala leben 75% der Bevölkerung unter der Armutsgrenze, wobei Kinder von Minderheiten besonders stark betroffen sind. Gesundheitsprobleme, Mangelernährung und die Notwendigkeit arbeiten zu müssen, was zum Nachteil ihrer Schulbildung ist. 2009 litt die Hälfte aller Kinder an chronischer Mangelernährung, unter Kindern von Indigenas ist dieser Prozentsatz noch höher. Und da hinein kommt dann Gott durch UNS und durch EUCH!

Recht auf Gesundheit

Guatemala hat nicht genügend Mittel, um die Gesundheitsbedürftnisse der gesamten Bevölkerung zu decken. Tatsache ist, dass viele Menschen an einfachen Krankheiten sterben, weil sie sich die Medizin nicht leisten können. Vor drei Wochen fuhr ich um 11 Uhr nachts einen Mann mit seinem kranken Baby zur Notaufnahme ins Krankenhaus. Bis 3 Uhr morgens war das Baby immer noch nicht untersucht worden, und so gingen sie dann wieder nach Hause. Das war die Notaufnahme! Am nächsten Morgen habe ich ihm dann Geld gegeben, damit er in einer Apotheke Medikamente kaufen konnte. Die Situation ist zum Verzweifeln, denn die nationalen Krankenhäuser haben keine Medikamente. Soll jemand operiert werden, muss er alle nötigen “Zutaten” selber kaufen und mitbringen. Dialysepatienten werden zum Sterben nach Hause geschickt.


Ich danke Gott für unsere Unterstützer, denn wann immer wir einen Hilfsaufruf gemacht haben, ward Ihr grosszügig und habt die Not gedeckt. Pastor Juan Carlos und ich mit unseren Krankenhausaufenthalten sind Beispiele für Eure Grosszügigkeit.

Kinderarbeit

Mehr als 20% der guatemaltekischen Kinder sind gezwungen zu arbeiten, um mit dem Familieneinkommen zu helfen. Die Situation ist eine der schlimmsten in Lateinamerika. Arbeitgeber nutzen die Not von Jugendlichen und Kindern aus und lassen sie gefährliche Arbeiten machen. Kinder arbeiten in verschiedenen Sektoren: Schuhputzer, Nachtschichten in Fabriken, Autowaschen, Strassenverkäufer, beim Hausbau, Haushilfen oder auch Müllabfuhr mit blossen Händen. Sie werden gnadenlos ausgebeutet mit harten und manchmal gefährlichen Situationen. Und die Auswirkungen sind schwerwiegend: sie leiden gesundheitlich, und sie bekommen keine normale Schulausbildung.

Ausbeutung von und Gewalt gegen Kinder

In Guatemala findet man viel illegalen und gefährlichen Handel, und Kinder sind die ersten Opfer von Menschen, die sie skrupellos ausnutzen. Wie in vielen Ländern führt Armut zu Dingen wie: Drogenhandel, Prostitution, Pornography, Kinderhandel, Organhandel und illegale Adoption. Auf den Strassen sind Kinder Gewalt und Unsicherheit ausgesetzt; sie sind das Ziel und auch das Mittel für Händler. Die herrschende Gewalt und Gesetzlosigkeit führen dazu, dass nicht viel geschieht, um diese Situation zu ändern.
Junge Mädchen sind die Hauptopfer dieser Kriminellen. Sie werden schwer missbraucht und zeigen Anzeichen von Folter und sexuellem Missbrauch. Gewalt ist sehr zerstörerisch in Guatemala, und sie betrifft viele Kinder.

Auf den Strassen verursacht sie ein Klima von Unsicherheit und Gefahr. Die Mordrate von Kindern ist alarmierend, und die Täter bleiben oft unbestraft (98% der Fälle). Der Schutz der Kinder, der laut der Internationalen Konvention der Rechte von Kindern (UNCRC) garantiert ist, wird nicht ordnungsgemäss sichergestellt. Und so riskieren guatemaltekische Kinder ständig ihr Leben und erleiden oft exteme und grausame Gewalt.
Darüber hinaus findet man Gewalt auch in Familien und in den Schulen. Viele Kinder werden missbraucht und bleiben auf sich alleine gestellt, ohne einen sicheren Ort, wo sie bleiben können. Und weder die Familie noch die Schule holt sie dort heraus. So landen sie auf der Strasse und schliessen sich am Ende Banden an.

Banden in Guatemala

Kriminelle Organisationen in Guatemala sind mit die best organisierten und gefährlichsten in Mittelamerika. Einige gehen schon Jahrzehnte zurück. Zu ihnen gehören ehemalige Angehörige des Militärs, der Nachrichtendienste und aktive Mitglieder der Polizei. Der Transport von illegalen Drogen nach Norden ist ihre Hauptaktivität, aber die organisierte Kriminalität umfasst auch den Anbau von Marihuana und Mohn, Menschenhandel, Entführungen, Erpressung, Geldwäsche, Waffenschmuggel, Adoptionsringe und andere illegale Unterfangen. Sie arbeiten oftmals mit Gruppen aus Mexiko, Kolumbien und anderen mittelamerikanischen Ländern zusammen.

Wir Ihr sehen könnt, können wir nicht ganz Guatemala retten, aber mit Eurer Hilfe können wir unseren kleinen Beitrag leisten. Ihr helft uns nun bereits seit 23 Jahren, in denen Ihr beim Wachstum von zwei Gemeinden geholfen habt. Wir hoffen, dass Ihr uns auch jetzt mit dieser Gemeinde helfen werdet. Wir bitten Euch so vie les eben geht zu helfen, damit die Konstruktion erstellt werden kann. Wir bitten Euch auch dieses Mal grosszügig zu geben, damit wir Menschen hier in Guatemala helfen können. Überweist Eure Spende bitte auf nachstehendes Konto, Vermerk J. Mills (14) Dach.

Unsere eigene, persönliche Unterstützung ist in den letzten drei Jahren aufgrund von Unterstützungsrückgang und sinkender Wechselkursrate um 50% zurückgegangen. Wenn Du uns persönlich unterstützen oder Deine bisherige Unterstützung anpassen/erhöhen möchtest, dann nutze doch bitte nachstehendes Konto, Vermerk: J. Mills (14)

Vielen Dank und Gottes reichen Segen für jeden von Euch.

Gebet
Finanzen für das Gemeindegebäude
Unsere Gesundheit, Sicherheit und persönliche Finanzen

Vielen Dank und Gottes reichen Segen für jeden von Euch.

Jeff & Christa Mills

Globe Mission Missionare


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